Gästebuch

Hier können Sie selbst ein paar Zeilen schreiben. Ich freue mich über Ihre Meinung, Ihre Eindrücke und Gedanken.

Einen Eintrag schreiben
24.05.2010 | von Klaus
Beeindruckende Aktion. Kann mir vorstellen, dass das ganz schön Wellen schlägt. Ist auch wichtig, damit es nicht in der Alltagsnormalität verloren geht. Viel Erfolg!
12.05.2010 | von Leviathan
Daß das deutsche Infektionsschutzgesetz sich derart (absurd) bremsend auf das Projekt auswirkt, hätte ich auch nie gedacht.

Da frage ich mich, warum ich nicht einen Sondertransporter anfordern muß, sondern noch den ÖPNV nutzen kann. Denn ich könnte ja als HIV-Positiver mal Nasenbluten bekommen, mich verletzen, zusammengeschlagen werden und dann blutig im der S-Bahn oder im Bus sitzen. Da fehlt zwar der Vorsatz, mein Blut ist aber immer noch mit Krankheitserregern im Sinne des Gesetzes kontaminiert, auch wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze von aktuell 16 Virenkopien/ml Blut liegt.

"§ 44 Erlaubnispflicht für Tätigkeiten mit Krankheitserregern
Wer Krankheitserreger in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbringen, sie ausführen, aufbewahren, abgeben oder mit ihnen arbeiten will, bedarf einer Erlaubnis der zuständigen Behörde."


Aufbewahren tue ich meine HI-Viren schon mal ganz bestimmt. Und wenn ich wie oben verletzt bin/werde, gebe ich sie doch eigentlich auch ab. ich sehe mein Blut bzw. meinen Körper in einem ganz neuen Licht.

Andererseits machen die Hindernisse das Projekt auch spannend, wenn du es endlich schaffst, ein Bild mit dem Blut zu malen.

Ich drücke die Daumen, daß es sich bald realisieren läßt. Und hoffe in diesem Zusammenhang auch auf eine breitere Diskussion in der Gesellschaft über so manche gesetzliche Vorschrift.
12.05.2010 | von alivenkickn
"... da der Kontakt mit der Luft die Viren inaktiviert und das Bild damit nicht mehr infektös ist. Das war auch die überwiegende Meinung von Ärzten und Experten. Dann wurde ich allerdings von verschiedenen Virologen darauf hingewiesen, dass man das so nicht sagen kann, denn es gibt theoretisch die Möglichkeit, das Virus zu reaktivieren (z.B. Blut vom Bild entfernen, entsprechend aufbereiten und dann in den Blutkreislauf einbringen)."

Klar, man kann sich auch vor den Augen des Künstlers eine 2,3 cm tiefe Schnittwunde zufügen, ihm anschließend das Röhrchen mit dem HIV infizierten Blut aus der Hand reißen und das Blut in die offene Wunde gießen oder sich das fertige Bild auf die Wunde zu pressen in der Absicht sich mit dem HIVirus zu infizieren. WILLKOMMEN IN ABSURIDSTAN

"Ich habe die Aktion kurz vor der Premiere in Berlin im November 2009 gestoppt, wegen des Infektionsschutzgesetzes, das den Umgang mit Krankheitserregern regelt und einen künstlerischen Einsatz im Grunde verunmöglicht."

Ich habe diese Auszüge aus einem Forum in dem ich aktiv bin bewußt in das Gästebuch eingestellt um zu zeigen wie absurd diese "Regularien" sind. Nichtsdestoweniger spiegeln diese Regularien die Haltung vor dieser "angstauslösenden, mit Stigma und Diskriminerten besetzten Krankheit Namens HIV wieder wie sie immer noch in den Köpfen der Meisten präsent ist. Einer Haltung die sich im Alltag von HIV Positiven niederschlägt und deren Lebensqualität erheblich beschneidet, bzw einschränkt.

Von einer Gefahr bzw Gefährdung (für die Gesundheit) die von dieser Aktion ausgeht zu sprechen ist absurd. Da braucht man sich nur mal die Angaben der Zutaten/Inhaltsstoffe auf der Verpackung des "Lieblingsjoghurt" etc, durchlesen bzw sich informieren wie Obst und Gemüse das alle Handelsketten aus Andalusien beziehen angebaut wird. Von unserer Umwelt und was wir so "Up in the Air" blasen ganz zu schweigen.


Ich persönlich finde diese Idee sehr gut. Es ist nicht eine Ideologie oder Religion, nicht die Hautfarbe, die Herkunft oder die sexuelle Identiät die uns Menschen verbindet. Es ist das Blut das durch unsere Adern fließt und uns am Leben hält. Es ist das Blut das uns Menschen verbindet.

Alivenkickn seit 25 Jahren HIV positiv
http://alivenkickn.wordpress.com/
25.02.2010 | von Patrizia
berührend, kreativ, inspirierend... toll!
Patrizia aus Chur.
12.01.2010 | von Biographin Irene Wahle
Ihr Projekt ist faszinierend.

Vor allem die Verwendung von menschlichem Blut. Eigentlich ein Symbol für den Fluss des Lebens. In Ihrem Bild verwandelt es sich in die Blume des Lebens, die den Tod durch infiziertes Blut ins sich trägt. So dicht liegen Leben und Tod beieinander. Wie im wirklichen Leben.

Erinnert mich an einen Satz von R. Maria Rilke: "Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Munds, wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen, mitten in uns."

Eine der ersten Skizzen, die Sie auf Ihrer Site ausgestellt haben, erinnern mich an ein Bild von Franz Marc: "Leben und Tod"

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen und allen Mitstreitern. Möge Gutes daraus entstehen und viele Menschen zum Nachdenken und Handeln anregen.

Irene Wahle
09.01.2010 | von carmen
hallo
ich bin beeindruckt von dieser seite, ich werde sie immer wieder gerne besuchen
gruss carmen aus berlin
09.12.2009 | von Clea
Ich bin noch etwas hin- und hergerissen vor lauter Gefühlen ... Die Idee ist sehr toll, teilweise wird mir übel, wenn ich an die Schicksale und auch Deine künstlerische Umsetzung mit dem Blut vorstelle und gleichzeitig gefallen mir die Bilder sehr gut. Die rein durch Hand gezeichneten Skizzen finde ich am schönsten, z.b. mit Deiner Handschrift. Auch die vielfach umrandeten Bilder finde ich schön. Das Konzept der Computer-Kugel ist sinnvoll, finde ich, nur empfinde ich sie als sehr statisch. Ich mag die reine Handschrift lieber.

Frohes Schaffen!
Clea
02.12.2009 | von Gego aus dem Vogtland
Erstmal ein freudiges Hallo & "Respekt" an Sie! Ich habe ihre Webseite noch nicht ganz durchgelesen, aber ich bin fasziniert von dieser Aktion, dass es überhaupt so etwas gibt. Vor nicht allzu langer Zeit lief wieder mal eine Dokumenation über AIDS auf Arte und ich fand durchaus sehr interessant nähres darüber zu erfahren über die Standpunkte von Betroffenen, Angehörigen und Ärzten. Ich selbst bin an Krebs erkrankt und muss sagen das ich wirklich meine Einstellung zum Leben geändert habe. Man lebt bewußter und achtet mehr auf die kleinen Dinge im Leben, die es so lebenswert machen. Ich habe durch die Leukämiehilfe Ostbayern auch sehr Hilfe und Unterstüttzung erhalten und muß sagen das man einfach "Vereine" für Menschen die an so schweren Krankheiten erkrankt sind, unterstützen sollte.
Ich kann nur nochmals das ich Ihre Aktion klasse finde!

Hochachtungsvoll

Gego alias Andi
25.11.2009 | von Jimena Baraona de la Maza
Lieber Jörg, ich habe mit Freude deine Berichte über die Entwicklung deines ersten Kunstwerkes gelesen, es ist eine TOLLE Aktion ! Das Ergebnis spricht für sich : Lebendige Ewigkeit, wenn die Liebe für Lebendigkeit und der Tod für Ewigkeit steht.
Ich bin dabei. J.B.
13.11.2009 | von Saonte
Habe mir die Seite eingehend angeschaut und finde das eine wirklich tolle Sache. Die Seite ist auch wunderschön gestaltet, wobei das ja in diesem Fall eher Beiwerk ist und es um "die wirklich wichtige Sache" geht. Habe heut eine Mail an viele Freunde von mir rausgeschickt mit dem link zur Seite, weil ich diese Hilfsaktion toll finde, werde selbst auch was spenden.

Viel gutes Gelingen und hoffentlich einen großzügiger Kunstliebhaber in Berlin!

Viele Grüße, Saonte