Gästebuch

Hier können Sie selbst ein paar Zeilen schreiben. Ich freue mich über Ihre Meinung, Ihre Eindrücke und Gedanken.

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11.11.2009 | von S.B.
Sehr gut finde ich, dass der Schockeffekt, den mancher bei dieser Art von "Farbe" vielleicht erwarten würde, ausbleibt und man stattdessen die Entwicklung eines sensibel balancierten Kunstobjektes beobachten und nachvollziehen kann. Da hat sich jemand wirklich umfassend Gedanken gemacht und versucht das Thema auf allen Ebenen zu durchdringen, bishin zu praktischer Materialerforschung und rostendem Blut.

Die abgefahrene blutrote Kugel in spezifische Landschaften zu setzen um so - ohne Sprache- einen regionalen Bezug herzustellen finde ich eine sehr gelungene Lösung. Die Kugel erinnert nicht zuletzt an kleine Strukturen wie Kristalle oder eben Viren. Man könnte daher auch den Virus als in diesem Leben enthalten betrachten, ebenso wie das potenziell tödliche Leben im Virus enthalten ist.

Ich bin gespannt wie das erste Aktionsbild aussehen wird und wünsche dieser ungewöhnlichen Aktion gutes Gelingen!

S.B.
09.11.2009 | von Gudula
Danke für diese Einblicke zum Bild! Das ist ja ein total spannender "Lebenslauf", ich bin – nochmals – total beeindruckt, was für eine Kraft! Irgendwie empfinde ich eine große Ehrfurcht beim Betrachten vor allem der Kugel und der Kugel mit "Hintergrund".
Gudula
09.11.2009 | von U. K. Krummel
Ein paar Gedanken zum Bild. Es gefällt mit außerordentlich gut, weil es eine tolle Kraft hat, die auf den Betrachter überspringt – die Kugel symbolisiert für mich ungebremste Kraft, Lebensfreude, Wille – kurz all das Positive in unserem irdischen Alltag, während der Tod als schmale Gestalt eher die Randfigur ist. Er gehört zum Lebensprozess als "Abschlussinstanz" der körperlichen Hülle sicherlich dazu, doch der Seele mit all Ihrem Licht und Ihrer Liebe kann auch der Tod wohl nur Respekt zollen!

So sehe ich das auf die Schnelle!
Liebe Grüße
Uli
09.11.2009 | von Dr. Karl-Heinz Korsten
Lieber Dr. Werner,
nur kurz – der räumliche Polyeder steht nicht nur symbolisch für die menschliche Zelle, sondern auch für das Virus (denn die Viren haben eine geometrische Figur, wie ein globuläres Makromolekül als Aggregat) und für den Paukenschlag, mit dem das AIDS-Virus in die Gesellschaft und die Medizingeschichte eingedrungen ist.
Mit freundlichen Grüßen
khkorsten
09.11.2009 | von Anna Katharina
Eben habe ich deinen berührend offenen Bericht über deinen kreativen Prozess gelesen. Ja, es hat sich zusammengefügt. Das kommt gut! Viel Kraft und Konzentration für die letzte Phase vor Berlin.
Herzlich, Anna Katharina
25.10.2009 | von Klaus
Ich wünsche Ihnen für diese Kunstaktion unbedingt Erfolg. Eine zum Thema sehr angemessene und ansprechende Seite.
Klaus
17.10.2009 | von Christian
Ich habe auf der Vollmond-Seite von diesem Projekt erfahren und finde es hochinteressant. Eine Frage wird aber hier nicht beantwortet: Wessen Blut genau soll denn als Tinte dienen? Ist schon ein Spender gefunden worden? Werden es vielleicht verschiedene Spender sein? Wieviel Blut wird ungefähr verwendet?

Liebe Grüße
Christian

Kommentar von joépa:
Hallo Christian - vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihre Fragen. Es wird das Blut eines AIDS-Kranken bzw. HIV-Infizierten verwendet und mit roter und schwarzer Tusche vermischt. Ich bin im Gespräch mit Betroffenen, es ist aber im Augenblick noch kein Spender gefunden worden. Es wird nur eine sehr kleine Menge Blut benötigt, ich gehe im Moment von 35 ml aus (das ist die Menge, die in der Regel bei medizinischen Studien als ethisch vertretbar gesehen wird). Das Blut hat in erster Linie eine symbolische Funktion, es kommt also nicht auf eine große Menge an. Es könnte durchaus auch von verschiedenen Spendern kommen.
04.10.2009 | von Elisabeth
Mit großer Anteilnahme habe ich die wunderbare Arbeit auf dieser Internetseite gelesen, es ist faszinierend, wie einfühlsam und ausdrucksvoll sich das alles vermittelt. Mich berührt jede einzelne "Seite", geht tief an die eigene Substanz. Es wird auch sofort die Frage wach: Wie kann ich hier helfen? Ich bin dankbar, ein Stück mitwirken zu können.
Elisabeth
04.10.2009 | von h.b.
" Und ihr rasender Mut wuchs Türme!
Und sie schlugen meine Blutangst tot, "
aus Meine Blutangst von Else Lasker-Schüler
von einem Freund erfuhr ich von dieser mutigen Aktion
und meine Freunde werden mehr erfahren.
Mit Spannung werden wir Ihren mutigen Weg verfolgen.
h.b.
03.10.2009 | von mirjam
lieber jörg
mutig, waghalsig, getragen von einmaligkeit und faszination, so erscheint dieser auftritt. dazu wünche ich dir viele gönner, verstehende menschen und helfende hände, grossartiges wird geboren. viel glück und zuversicht und ein grosses kompliment hoffend dir in zürich helfen zu können, beobachte ich das projekt. herzlichst mirjam